Bern: Regierung will Referenztarife nachrechnen

Druck auf die freie Spitalwahl: Die Berner Gesundheitsdirektion beabsichtigt, die Kosten für Behandlungen in ausserkantonalen Spitälern zu prüfen.

, 21. November 2016, 08:52
image
  • kanton bern
  • politik
  • referenztarif
  • spital
Die Berner Regierung will künftig die Referenztarife überprüfen, wie die Gesundheits- und Fürsorgedirektion GEF mitteilte. Sie stellt den Grundsatz der Wahlfreiheit bei anderen Kantonen in Frage. 
Der Regierungsrat stellt fest, dass sich immer mehr Kantone nicht an die Praxis hielten «und tiefere Tarife festlegen, oder sogar ein Spital als Referenz bezeichnen, das die Versicherten in ihrem Wohnkanton für die entsprechende Behandlung nicht wählen können».
Die Gesundheitsdirektion werde deshalb in den kommenden Monaten die «diesbezüglichen Entwicklungen beobachten und deren Auswirkungen bewerten». Auf dieser Basis werde die bisherige Vorgehensweise des Kantons für die Festsetzung der Referenztarife 2018 voraussichtlich überprüft, heisst es. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Regionalspital nimmt in der Gastroenterologie weltweit Pionierrolle ein

Das GZO Spital Wetzikon ist auf dem Weg zu einem Referenz- und Ausbildungszentrum. Das Ziel ist es, Gastroenterologen für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen auszubilden.

image

Personalsuche Italien: «Wie sind die Reaktionen aus der Branche, Herr Blasi?»

Das Kantonsspital Aarau will Pflegefachpersonen in Rom rekrutieren. Fabio Blasi, Leiter Personalgewinnung, spricht über den Fachkräftemangel und das Projekt.

image

Bethesda Spital: Wechsel in der Spitalleitung

Das Bethesda Spital holt Henrik Pfahler vom Basler Unispital und Ueli Zehnder vom Inselspital nach Basel.

image

Stefan Fischli zum Chefarzt befördert

Stefan Fischli wird Chefarzt Endokrinologie/Diabetologie und klinische Ernährung am Luzerner Kantonsspital.

image

Diese Medizinstudentin will in den Regierungsrat

Zoé Stehlin tritt für die Juso als Luzerner Regierungsratskandidatin an.

image

«200 Betten sind besser als 280»

Der langjährige Spitaldirektor Peter Eichenberger erklärt, warum das Claraspital auf rentable Bereiche wie Orthopädie und Traumatologie verzichtet. Auf 2023 wird der 56-Jährige Delegierter der Clara- Gruppe.

Vom gleichen Autor

image

Ärzte erhalten von Ärzten eine Sonderbehandlung

Ärzte als Patienten kriegen bestimmte Privilegien, die andere Patienten oder Patientinnen nicht erhalten würden. Dies sagt die grosse Mehrheit der in einer Studie befragten Ärzte.

image

Insel Gruppe: Chefarzt Stephan Jakob gibt Leitung weiter

Joerg C. Schefold übernimmt die Klinikleitung der Intensivmedizin am Berner Inselspital. Er folgt auf Stephan Jakob, der in Pension gehen wird.

image

Ärzte greifen während Arbeit zu Alkohol und Drogen

Da die Belastung im Gesundheitswesen hoch ist, erscheinen offenbar Ärzte sogar betrunken oder high zur Arbeit. Dies zumindest geht aus einer Umfrage aus den USA hervor.