Spitalgruppe Basel: Privatspitäler wollen Kooperation

Die 14 Privatkliniken der Region Basel treten mit einem Vorschlag vor die beiden Regierungen: gemeinsame Gesundheitsnetzwerke im Rahmen der Spitalfusionspläne.

, 2. Oktober 2017, 13:50
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Die Privatspitäler im Raum Basel begrüssen grundsätzlich die Umsetzung des Staatsvertrages zur gemeinsamen Gesundheitsversorgung. Dies geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme hervor. 
Doch den Staatsvertrag zur gemeinsamen Spitalgruppe lehnen die Basler Privatspitäler ab. Die Strategie «Die Spitalgruppe macht noch mehr von Allem» sei sowohl aus Qualitäts- als auch aus Wirtschaftlichkeitsaspekten zu überarbeiten. 
Zur Realisierung der überarbeiteten Strategie wollen die Privatkliniken Hand bieten für: 
  • die Bildung von Netzwerken in definierten Fachgebieten (Schwerpunktbildung) mit den Privatspitälern (z.B. in der Gynäkologie);
  • die Übernahme der Leistungsaufträge für Orthopädie, Viszeralchirurgie und weitere Fachdisziplinen mit voller Einbindung in die universitäre Medizin.

Zusammenarbeit zwischen allen Spitälern

Die Sicherung der Hochschulmedizin könne nur gemeinsam gelingen, also nur im Rahmen einer Arbeitsteilung zwischen der neuen Spitalgruppe und den Privatspitälern. Ein Alleingang wird aus Sicht der Basler Privatkliniken zu einem Verlust der Hochschulmedizin in der Region führen. 
  • Stellungnahme Privatspitäler BS und BL zur Vernehmlassung «Staatsverträge»
  • Vernehmlassung Privatspitäler BS und BL zum Staatsvertrag «Spitalgruppe»
  • Vernehmlassung Privatspitäler BS und BL zum Staatsvertrag «Gesundheitsversorgung»
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