Karrieren in der Medizin: «Plötzlich gab es Luft nach oben»

Christa Meyenberger war Chefärztin in St. Gallen, war die erste Schweizer Professorin der Inneren Medizin am USZ und ist im Verwaltungsrat des Kantonsspitals Aarau. Im Interview erzählt die Gastroenterologin über ihre steile Karriere – und den Ausblick, den sie nun vom Gipfel hat.

, 13. Juli 2016, 05:28
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«Praxisdepesche»


Frau Prof. Meyenberger, Sie sind frisch emeritiert. Wie fühlt sich das an ?
Wie auf Flügeln ! Ich merke, wie die riesige Last der letzten zwanzig Jahre von mir gefallen ist. Als Leitende Ärztin und dann Chefärztin am Kantonsspital St. Gallen habe ich grosse medizinische Verantwortung getragen. Der Finanzdruck wurde in den letzten Jahren immer grösser, dazu Personalfragen, Bauprojekte, Administration, IT … Ausserdem war ich in verschiedenen Mandaten im Kanton Aargau und in Appenzell Innerrhoden sowie im Fachorgan der Hochspezialisierten Medizin in der Schweiz tätig. Ich war immer sehr breit engagiert. Das hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe mein Leben lang sehr viel gearbeitet, mit einer sehr hohen Wochenstundenzahl. Und irgendwie bin ich müde geworden. Am ersten Montag nach der Emeritierung hatte ich deshalb tatsächlich das Gefühl zu schweben. Das hält bis jetzt an.
Sie fielen also nicht in ein depressives Loch?
Überhaupt nicht. Ich habe einen Lebenspartner, der sehr viel älter ist als ich und mittlerweile meine Unterstützung braucht. Es ist also gut, dass ich jetzt mehr Zeit habe. Es war immer die Quadratur des Kreises für mich, alles unter einen Hut zu bringen. Ich habe stets alles aufgeschoben zuhause. Wir haben gerade frisch umgebaut – jetzt kann ich den Garten pflegen, Freunde und Familie einladen, wieder einmal für Gäste kochen. Ich mag Gesellschaft und pflege gerne meine Freundschaften. 
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    Christa Meyenberger

    Sie legte eine buchstäblich bahnbrechende Karriere hin: Christa Meyenberger war erste Privatdozentin der Medizinischen Klinik am Uni-Spital Zürich, war ab 1999 erste Chefärztin am Kantonsspital St. Gallen und die erste Professorin für Gastroenterologie der Schweiz. Sieben Jahre lang sass sie auch in der Geschäftsleitung des Kantonsspitals St. Gallen. Ihre Schwerpunkte in der Gastroenterologie liegen in der Hightech-Endoskopie und bei der Bauchspeicheldrüse. Meyenberger trat im Februar altershalber von ihrem Amt in St. Gallen zurück, aber amtiert unter anderem weiterhin als Vizepräsidentin des Verwaltungsrates des Kantonsspitals Aarau.

Es ist aber sicher gut, habe ich weiterhin Mandate inne. So bin ich zum Beispiel im Auftrag des Kantonsspitals St. Gallen im Mandat im Spital Appenzell bei einer kleineren Kooperation im gastroenterologischen Bereich tätig. Dort sehe ich weiterhin Patienten, die speziell zu mir kommen wollen oder für die ich vom Kantonsspital einen Auftrag habe. Auch konsiliarisch stehe ich zur Verfügung. Ich habe eine Vereinbarung mit der Direktion für die weitere Zusammenarbeit nach meiner Emeritierung, aber ich habe gesagt: Jetzt warten wir erst einmal drei Monate ab, bevor wir das konkret starten. Wenn man mich braucht, bin ich gerne dabei. In zwei, drei kleineren Projekten am Kantonsspital bin ich sowieso weiterhin involviert.
Jetzt können Sie sich also aussuchen, was Sie machen wollen …
Absolut. Früher sagte der Kanton beziehungsweise das Spital, was ich tun soll, jetzt bestimme ich das selber. Ich kann mir quasi die Rosinen rauspicken. Ich bestimme das Tempo aller meiner Aktivitäten. Ich bin völlig happy.
Waren Sie das vorher nicht?
Doch, ich war schon happy. Der Beruf hat mir extrem gut gefallen. Medizin war und ist meine Passion. Und ich hatte ein hervorragendes Team, das ich auch vermisse. Aber die Aufgaben wurden immer mehr. Der Bereich wurde grösser, die Klinik, die Mitarbeiterzahl. Der Druck der Medizin, alles immer schneller und effizienter zu produzieren, war schon sehr gross und auch anstrengend, gerade auch, wenn Mitarbeiter motiviert werden mussten. 
Räumlich waren wir in St. Gallen sehr eingeschränkt, wir mussten um jeden Raum kämpfen. Das war alles nicht leicht. Ich war schon glücklich, aber wenn ich jetzt länger gearbeitet hätte, hätte ich sicher Aufgaben abgeben müssen. Das Pensum ist einfach zu gross geworden.
Wie funktioniert eigentlich eine Emeritierung ?
Man arbeitet einfach, bis man pensioniert wird. Das bereitet man nicht von langer Hand vor. Ich bin jetzt 65 geworden, habe also ein Jahr länger gearbeitet als andere Frauen, die per Gesetz mit 64 Jahren pensioniert werden. In der Regel können Chefärzte bei uns in St. Gallen mit 63 Jahren aufhören. Man diskutiert dann mit der Direktion, ob man länger bleibt oder nicht. Ich selber habe mir das aber nie gross überlegt und einfach weiter gearbeitet bis zur gesetzlichen Frist. Ich fände es aber durchaus sinnvoll, eine Pensionierungsstrategie im Gesundheitswesen analog zum Wirtschafts- und Bankenwesen zu etablieren.
Gibt es auch andere Modelle?
Ich hätte auch zur Direktion gehen und darum bitten können, mit 60 aufzuhören. Man kann auch frühzeitig Aufgaben oder die Führung der Klinik abgeben und zum Beispiel als Senior Consultant weiter arbeiten. Aber dieses Modell haben wir bei uns in St. Gallen nicht. Am Kantonsspital Aarau, wo ich im Verwaltungsrat sitze, kennt man solche Optionen.

«Ich denke, man sollte Leute wie mich besser ins Gesundheitswesen einbinden»

Ich wäre sicher offen dafür gewesen, denn es ist Ressourcen-schonender. Man weiss ja nie, wie fit man im Alter noch ist. Dann ist da noch die Frage des Fachärztemangels der Zukunft. Ich bin wie viele andere Chefärzte auf dem Höhepunkt des Wissens, und es wäre schade, wenn wir alle in die Privatwirtschaft abwandern und eine Praxis aufmachen. Ich mache das sicher nicht und stehe dem öffentlichen Spital weiter zur Verfügung. Ich denke aber, man sollte Leute wie mich besser ins Gesundheitswesen einbinden, denn die Erfahrung, die wir uns aufgebaut haben, muss man ja zuerst einmal haben. Hier muss man sicher noch innovativer werden für die Zukunft.
War es denn Ihr Karriereziel, Leiterin der Gastroenterologie zu werden?
Überhaupt nicht. Ich stamme eigentlich aus einer Hausarztfamilie, über mehrere Generationen. Wir wohnten ohne räumlichen Abschluss über der Praxis meines Vaters in Wil, ich habe also von Anfang an hautnah erlebt, was es bedeutet, Hausarzt zu sein – damals natürlich noch ohne Spital vor Ort, ohne Notfalldienst. Er hatte eine sehr vielfältige Praxis, behandelte auch Frauen und Kinder. Seit der Kindergartenzeit wollte ich deshalb Hausärztin werden und habe später auch meine Facharztausbildung entsprechend auf die Allgemeinmedizin ausgerichtet. Als ich dann aber Oberärztin in Rorschach war, überkamen mich Zweifel. Wollte ich wirklich 30 Jahre lang am gleichen Ort sein, mich niederlassen?
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Ich war zu dem Zeitpunkt immer nur in kleineren Spitälern in der Ostschweiz angestellt und dachte, dass ich für eine fundierte Ausbildung noch ans USZ wechseln sollte. Ich habe das dann tatsächlich geschafft und eine Stelle bekommen, was als Frau damals nicht selbstverständlich war. Am USZ hat mich die Gastroenterologie fasziniert, weil sie Schnittstelle ist zwischen Chirurgie und Innerer Medizin. Das Fach ist sehr breit, handwerklich kann man so viel machen – heute noch viel mehr als damals. Es war nicht so einfach, die Stelle zu bekommen, denn es war eine ziemliche Männerdomäne.
Durch viele Zufälle – ich hatte Rückenprobleme und fiel länger aus – konnte ich die Stelle als Assistenzärztin dann länger als die üblichen zwei, drei Jahre behalten. Die Karriere hat sich anders ausgerichtet, weil die Führungsequipe plötzlich in die Hirslanden-Klinik abwanderte. Plötzlich gab es Luft nach oben.
Wann war das?
Anfang der 90er Jahre. Ich konnte dann Oberärztin werden, ging später ins Ausland, um neue Sachen zu lernen. Dann wurde die Leitende Arztstelle frei. Meine Spezialität war die Endosonografie, die damals neu aufkam. Ich begann, die Endosonografie studienmässig anzuschauen, bis ich plötzlich so viele Arbeiten zusammenhatte, dass ich habilitieren konnte. Dabei wollte ich eigentlich nie habilitieren, Professorin oder Chefärztin werden. Ich war einfach immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Am Ende war ich die erste habilitierte Gastroenterologin in der Schweiz und auch die erste Schweizer Professorin der Inneren Medizin am Universitätsspital Zürich.
Sie waren also regelrecht Pionierin. Wie gefiel Ihnen diese Rolle?
Sehr gut. Ich musste mich zwar schon behaupten. Ich weiss nicht, warum es in der Gastroenterologie gegenüber zum Beispiel der Chirurgie so wenig Frauen hatte. Gerade die Gastroenterologie ist ja sehr affin und benötigt Fingerfertigkeit. Aber es lag wohl auch an der Struktur der Universitätsklinik Zürich mit Prof. Siegenthaler und Prof. Frick. Es war einfach keine Frauendomäne.
Haben Sie das im Alltag zu spüren bekommen?
Überhaupt nicht. Ich habe mich bewährt und mir einen guten Ruf erarbeitet und wurde auch gestützt. Es war nicht gegen die Frauen gerichtet. Vielleicht haben sich ja auch einfach keine Frauen beworben. Sicher bestand aber auch die Angst, dass die Mitarbeiterinnen schwanger werden und ausfallen. Heute ist das kein Thema mehr und die Arbeitgeber sind ganz anders ausgerichtet. Früher war das härter. Ich bezweifle, dass viele Frauen damals dazu in der Lage gewesen wären, sich neben der klinischen Arbeit zu habilitieren. Ich bin keine einzige Stunde freigestellt worden! Man musste schon vollen Einsatz zeigen, aber ich habe das nie als negativ empfunden.
Das heisst aber auch, Sie haben sich für die Karriere entschieden …
Ja. Ich habe mich dann effektiv anders ausgerichtet und auch die Hausarztmedizin ad acta gelegt. Ich sagte mir: Entweder mache ich richtig Medizin, oder ich werde Bäuerin und habe sieben Kinder. Ich wollte nicht nur ein bisschen von allem.
Sie haben sich also bewusst gegen Kinder entschieden?
Das wäre damals nicht vereinbar gewesen. Man konnte schon Hausärztin werden oder auch Fachärztin. Aber eine universitäre Karriere, der Chefarztposten – das lag mit Kindern als Frau einfach nicht drin.
Wie sehen Sie das heute? Sollen Professorinnen Kinder kriegen, oder muss man sich in dieser Position auf die Karriere konzentrieren und auf das Privatleben verzichten?
Ich finde, das ist heute gar keine Frage mehr nur für Frauen. Ich habe zwar sicher speziell die Frauen gefördert, aber auch meine männlichen Kaderärzte mussten sich den gleichen Fragen stellen. Männer sind heute ganz anders in Familie und Kinderbetreuung eingebunden. Mehrere meiner Kaderärzte haben nur in Teilzeit gearbeitet, weil sie ganz klar kommuniziert haben, dass sie einen Tag für die Kinderbetreuung benötigen. 

«Heute rufen junge Assistenten an und sagen, dass sie nicht kommen können, weil das Kind krank ist»

Sicher sind am Anfang der Familiengründung die Frauen mehr gefordert, aber insgesamt hat sich das Selbstverständnis der Familie völlig verschoben. So rufen junge Assistenten am Morgen an und sagen, dass sie nicht zur Arbeit kommen können, weil das Kind krank ist und die Frau arbeitet. Das ist heute alles nicht mehr Gender-spezifisch. Dank der Generation Y ist es schwierig geworden, Leute dazu zu motivieren, überhaupt eine universitäre Karriere einzuschlagen und Führungsverantwortung zu übernehmen.
Das heisst, der Arbeitgeber müsste sich anpassen .
Richtig. Ich habe das in meiner Klinik immer so praktiziert. Wir waren voll darauf ausgerichtet, uns fürs Kerngeschäft – die Patientenbetreuung – Zeit zu nehmen. Das Rapportwesen und die Weiterbildungen hingegen habe ich jeweils extrem konzentriert frühmorgens angesetzt. Ich hätte mich ausserdem nie getraut, Mitarbeitergespräche nach 18 Uhr anzuberaumen, weil ich wusste, dass meine Männer und Frauen schon um 5 oder 6 mit der Arbeit beginnen, abends aber pünktlich zuhause bei der Familie sein wollen.

«Ich habe mein Lebensmodell konsequent durchgezogen. Aber ich wollte es niemandem aufdrängen»

Sicher war das meine Chance als Frau in einer Führungsposition, denn obwohl ich selber keine Kinder habe, wusste ich, dass familienfreundliche Strukturen und Arbeitsbedingungen sehr wichtig sind. Ich habe jedem Bewerber für eine Stelle freigestellt, wie viele Stellenprozente von 40 –100 er beziehungsweise sie arbeiten will, egal ob Mann oder Frau. Zufriedene Mitarbeiter sind unheimlich gute und loyale Mitarbeiter und letztendlich das Allerwichtigste, um gemeinsam alle Aufgaben – und dazu mit Freude – zu bewältigen.
Ist das nur in St. Gallen so?
Wir waren da sicher ein wenig Vorreiter. Unternehmen, auch die Spitäler, müssen noch viel lernen, was Jobsharing und Teilzeitangestellte angeht. Generell gilt Teilzeitarbeit als schwierig. Aber wir müssen darauf achten, genügend gutes Personal zu kriegen, und in der Generation Y arbeitet fast keiner mehr 100 Prozent. Wir sind da unter Druck und müssen uns anpassen.
Haben Sie in St. Gallen den Impuls gegeben?
Ich habe mir immer gesagt: Wer soll das fördern, wenn nicht eine Frau ! Ich habe zwar meine Leute ermahnt: Kopiert mich bloss nicht. Ich stamme noch aus der Babyboomer-Zeit und bin ein Auslaufmodell. Bei mir hat es gepasst, mein Partner war seinerseits Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologe in Münsterlingen und hat das alles selber durchexerziert und mich entsprechend unterstützt. Ich habe mein Lebensmodell deshalb konsequent durchgezogen und konnte das meiner Umgebung gegenüber verantworten.

«Die Situation dieser jungen Familie, die Machtlosigkeit der Medizin haben mich umgetrieben»

Ich wollte aber niemandem mein Modell aufzwängen. Ich habe immer Frauen gefördert und viele junge Frauen angestellt, die dann irgendwann auch schwanger wurden. Das muss man als Arbeitgeber erst einmal tragen können. Da sehe ich Frauen in Kaderstellen schon in der Pflicht, eine Vorreiterrolle einzunehmen: Sie sollten nicht männliche Muster übernehmen, sondern auch oder gerade in der Führungsposition Frauen bleiben und nicht zu vermännlichten Wesen werden. Das macht es viel einfacher, und man wird auch besser akzeptiert.
Was war Ihr eindrücklichster Fall ?
Das war sehr traurig. Vor rund zehn Jahren gab es da eine junge Frau, sie war Ende 20 und hatte gerade ihr zweites Kind geboren. Sie hatte eine lustige, lebensfrohe Familie. Man hatte kurz nach der Geburt einen Knoten auf der Bauchspeicheldrüse festgestellt, den wir abklärten. Ich musste ihr am Weihnachtstag eröffnen, dass sie ein Pankreaskarzinom hat, das vermutlich durch die Hormone der Schwangerschaft explodiert ist. Ich weiss noch, wie ich zum Direktor ging und deswegen bei ihm geweint habe. Wir haben alles probiert, mit Operation, Chemotherapie, Hyperthermie. Sie hat sicher noch drei Jahre überlebt. Wir haben uns viel geschrieben in dieser Zeit. Die Situation der jungen Familie, die Machtlosigkeit der Medizin haben mich umgetrieben. Es ging mir sehr nahe.
Gab es auch einen Fall, der Sie im positiven Sinn beeindruckt hat?
Da fällt mir eine Patientin mit Tumor im Hals-Nasen-Ohren-Bereich ein. Sie wurde operiert und bestrahlt und galt als geheilt. Durch die Bestrahlung konnte sie jedoch gar nichts mehr schlucken, der Eingang zur Speiseröhre war komplett zu.
Warum genau?
Durch die Bestrahlung war die Speiseröhre so entzündet und vernarbt, dass sie eine komplette Aphagie hatte. Sie konnte nicht einmal den eigenen Speichel schlucken und lief den ganzen Tag mit dem Napf rum. Ernährt wurde sie durch eine Magensonde. Sie konsultierte während zweier Jahre mehrere Ärzte, fügte sich aber in ihr Schicksal. Ich habe dann recherchiert, was man machen könnte und wollte probieren, von unten her den Magenschlauch retour hoch zu bohren. Denn von oben herab waren wir chancenlos, man konnte die Speiseröhre nicht mehr sehen. Das Vorgehen wurde damals noch nicht viel beschrieben in der Literatur. Wir wagten es dann zusammen mit dem HNO-Spezialisten in St. Gallen, Prof. Dr. Stöckli.
Wie lief das genau ab?
Wir haben den Magenzugang in den Magen geschoben, haben es «aufballönlet» und dann mit einem kleinen Instrument von unten herauf geleuchtet. Prof. Stöckli hat von oben herunter geleuchtet, und wir haben uns so lange gesucht und angenähert, bis ich mich von unten mit einem Draht durchbohren konnte. Er hat dann den Draht oben genommen und in Seilbahntechnik von oben ein Bougie zum Aufdehnen nach unten geschickt. Ich habe die Speiseröhre so lange aufgedehnt, bis ich von unten durchsehen konnte. Nach ein paar Wiederholungseingriffen konnte die Frau wieder Bratwurst und Bürli essen! In der Folge haben wir sieben weitere Fälle behandelt. Das war ein absolutes Highlight meiner Karriere.
Haben Sie darüber publiziert?
Gerade eben. Einer meiner Mitarbeiter habilitiert gerade zum Thema Endoskopie. Wir haben ausserdem zusammen eine Videopräsentation zur Kompletten Desobliteration gemacht.
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Mehr? Lesen Sie das vollständige Interview auf «Praxisdepesche» online.
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