Operationssäle in Riaz und Tafers bleiben zu

Überall beginnen die Spitäler wieder normal zu operieren. Nur in Tafers und Riaz nicht. Dort bleiben die Ops-Säle weiterhin zu. Ein schlechtes Zeichen?

, 13. Mai 2020 um 12:25
image
  • spital
  • freiburger spital
  • spital riaz
  • spital tafers
Landauf landab konzentrieren sich nun die Spitäler darauf, wieder zu ihren normalen Operationstätigkeiten zurückzukehren. Nur im Freiburger Spital (HFR) tönt es anders: «Das Freiburger Spital bereitet sich darauf vor, regelmässig infizierte Patienten zu betreuen», heisst es in der jüngsten Mitteilung des Spitals.

Heisst «bis auf weiteres» für immer?

Deshalb verlängert das Spital die Schliessung der Operationstrakte in den Spitälern Riaz und Tafers. «Bis auf weiteres», schreibt Generaldirektor Marc Devaud. Das heisst: Das Operationspersonal bleibt vorderhand in Freiburg. Dank dieser Massnahme bleibe das Spital angesichts der weiterhin bestehenden Bedrohung durch das Virus flexibel, heisst es in der offiziellen Begründung.
Doch «bis auf weiteres» könnte auch bedeuten: Für immer. Denn die neue Strategie des HFR setzt nur noch auf ein grosses Zentrumsspital in Freiburg. Die anderen HFR-Standorte sollen zu kleineren Gesundheitszentren umfunktioniert werden.

Gute Erfahrungen - trotz den geschlossenen Ops-Sälen

Kommt also das Corona-Virus gerade rechtzeitig, um die Spitäler Riaz und Tafers zu redimensionieren? Und werden die Operationssäle auch nach Abklingen der Pandemie nicht mehr geöffnet? Diese Frage, so die HFR-Sprecherin gegenüber Medinside, lasse sich nicht beantworten.
Das Spital betont in seiner Mitteilung allerdings bereits, dass die Erfahrungen trotz der geschlossenen Operationssälen in Riaz und Tafers gut seien. Diese Lösung gewährleiste die Versorgungsqualität der Freiburger Bevölkerung. Patienten, die für eine Operation in Riaz oder Tafers vorgesehen waren, werden zurzeit in Freiburg operiert. Die Sprechstunden der Chirurgie finden aber weiterhin noch in Riaz und Tafers statt.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Zuger Kantonsspital mit Jahresgewinn

Die Zahl der stationären Patienten blieb im letzten Jahr praktisch unverändert.

image

Vorwürfe an die Insel-Leitung: Mangelhafte Qualitätskontrolle

Neue Vorwürfe an Schnegg, Pulver und Jocham: Sie hätten nichts dagegen unternommen, dass Insel-Patienten ein hohes Infektionsrisiko haben.

image

Neue Tarife für Psychiatrie-Kliniken

Psychiatrische Kliniken können künftig neben den Fallpauschalen weitere Leistungen separat verrechnen.

image

Nun müssen Spitäler besser werden

Erstmals haben die Spitäler und Krankenkassen einen Vertrag über die Qualität ihrer Arbeit abgeschlossen.

image

Die Insel ist das schnellste Spital der Schweiz

Zum 9. Mal verteidigte die Insel ihren Titel, die fittesten Angestellten zu haben: Sie gewann die Firmentrophy am Berner Stadtlauf.

image

Studie: Hohe Burnoutgefahr bei Notärzten

Knapp 60 Prozent weisen mindestens ein Burnout-Kriterium auf, über 10 Prozent hatten bereits Suizidgedanken.

Vom gleichen Autor

image

SVAR: Neu kann der Rettungsdienst innert zwei Minuten ausrücken

Vom neuen Standort in Hundwil ist das Appenzeller Rettungsteam fünf Prozent schneller vor Ort als früher von Herisau.

image

Kantonsspital Glarus ermuntert Patienten zu 900 Schritten

Von der Physiotherapie «verschrieben»: In Glarus sollen Patienten mindestens 500 Meter pro Tag zurücklegen.

image

Notfall des See-Spitals war stark ausgelastet

Die Schliessung des Spitals in Kilchberg zeigt Wirkung: Nun hat das Spital in Horgen mehr Patienten, macht aber doch ein Defizit.