«Lerne etwas über Finanzplanung und Geldanlage»

Wenn gestandene Ärztinnen und Ärzte zurückblicken – was hätten sie im Medizinstudium anders gemacht? Was haben damals verpasst? Hier gibt es Antworten aus dem Rückblick.

, 21. August 2015, 05:09
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  • ärzte
  • ausbildung
«What are some things doctors wished they did during their medical school years?» Diese Frage wurde jetzt von einem beflissenen Studenten auf der internationalen Frage- und Debattenplattform «Quora» eingereicht, und inzwischen findet sich dort die Antworten und Einsichten von zahlreichen Ärztinnen und Ärzten aus mehreren Ländern
Hier einige bemerkenswerte Antworten, Erkenntnisse – und Tipps die sich daraus ableiten lassen. 

  • Baue Beziehungen auf. «Ich wünschte, ich hätte mehr Energie für meine Kollegen im Medizinstudium aufgebracht.»
  • Würdige auch Fachgebiete, die dich weniger interessieren. Das wirst du danach nie mehr können. Sobald du ein bestimmtes Feld gewählt hast, gehen die anderen Themen vergessen. Als Radiologe wirst du vielleicht nie mehr bei einer Geburt dabei sein.
  • Schätze deine Erfahrungen. Man gewöhnt sich sehr schnell daran, dass man viel Neues erfährt und eine steile Lernkurve hat. Aber man ist sich dessen kaum bewusst und schätzt es zu wenig.
  • Lerne, dich wirklich zu kümmern. Im Studium und Praktikum ist man interessiert daran und auch gezwungen, Krankheit als Prozesse kennenzulernen. Lerne aber auch, dich vollständig um einen Patienten zu kümmern. Dies sollte deine Basis sein. Es gibt viele Ärzte, die das nie gelernt haben.
  • Lerne von Patienten. Als Student hat man die Möglichkeit, mehr Zeit mit den Patienten zu verbringen und über sie nachzudenken. Man kann etwas lernen über das Leben und den Prozess, den eine Krankheit in einer Person bewirkt.
  • Geniess das Leben selbst im Studium und in der Assistenzarzt-Zeit (wie schwierig das auch sein mag). Das Leben hört nicht einfach auf während all der Jahre, die du darauf verwendest, Arzt zu werden.
  • Suche Wege aus dem Stress. «Ich wünsche, ich hätte nach Wegen gesucht, um den Stress zu senken. Yoga, Mediation, Ruhezeiten – so etwas hat mich nie gekümmert. Doch das hätte es sollen.»
  • Suche ehrliche Diskussionen mit praktischen Ärzten darüber, wie zufrieden sie mit dem Leben sind.


  • Sei Dir bewusst, dass es Aufgaben gibt, die du schaffen musst, um die Prüfungen zu bestehen – sowie Aufgaben, die entscheidend beitragen zu deiner Lebenserfahrung. Diese beiden Felder überlappen sich manchmal. Und manchmal nicht.
  • Erkenne, welche Tätigkeiten entscheidend beitragen zu deiner Lebenserfahrung, und bewältige sie mit ganzer Energie. Das schuldest du deinen künftigen Patienten.
  • Lerne etwas über Finanzplanung und Geldanlage.
  • Schlafe! Wenn immer du eine Stunde zur Verfügung hast und dir nicht sicher bist, ob du dich hinlegen sollst – tu es.

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