Kinderspital warnt vor Atemwegbeschwerden bei jungen Rauchern

Kinder und Jugendliche, die rauchen, haben dreimal häufiger verstopfte Nasen und Atemnot. Das Kinderspital hat 3500 Schulkinder untersucht.

, 14. Oktober 2020, 13:24
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Die Zahlen sind hoch: Im Kanton Zürich haben 60 bis 70 Prozent der 16- und 17-Jährigen zumindest schon ab und zu geraucht. Das Universitäts-Kinderspital Zürich hat unter der Leitung von Alexander Möller rund 3500 Schulkinder befragt und ist zu diesem Resultat gekommen.

Auch 6- bis 12-Jährige rauchen

Jeder und jede fünfte davon raucht mehrmals in der Woche oder täglich. Und auch schon in der Altersgruppe der 6- bis 12-Jährigen rauchen 5 Prozent der Befragten.
Am beliebtesten bei den jungen Raucherinnen und Rauchern sind E-Zigaretten und Wasserpfeifen - auch Shisha genannt. Etwas weniger beliebt sind herkömmliche Zigaretten.

Atemnot und Asthma-Symptome

Die Studie zeigt, dass das Rauchen Folgen hat für die Gesundheit: Die Kinder und Jugendlichen, die angaben, gelegentlich Zigaretten, E-Zigaretten oder Shisha zu konsumieren, klagten doppelt so häufig über verstopfte Nasen, Atemnot oder Asthma-Symptome wie nichtrauchende Gleichaltrige. Die Befragten, die regelmässig rauchen, sogar dreimal so häufig.
Die Studie mit dem Titel «Luftibus in der Schule» haben das Kinderspital Zürich, Lunge Zürich, das Institut für Sozial- und Präventivmedizin sowie das Inselspital Bern zwischen 2013 und 2016 durchgeführt.

Entzündungswerte der Atemwege gemessen

Die Schulkinder wurden zu ihrem Rauchverhalten befragt, zusätzlich wurden ihre Lungenfunktion und ihre Atemwegs-Entzündungswerte gemessen, die Eltern füllten zudem einen Gesundheitsfragebogen aus.
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