Clinique de Valère: Mehrere Ärzte gehen nach einem Streit

Nach Jahren der Zusammenarbeit haben sich vier von sieben Kardiologen der Clinique de Valère entschieden, die Klinikgruppe SMN zu verlassen. Im Hintergrund schwelt offenbar seit Monaten ein Konflikt.

, 31. August 2017, 09:03
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Ein harter Schlag für das Swiss Medical Network (SMN): Die Kardiologen Patrick Hildbrand, Christophe Imsand, Thomas Zerm und Xavier Lyon kehren der Clinique de Valère Ende Jahr den Rücken. Dies berichten mehrere französischsprachige Medien.
Der Grund für den Weggang sind offenbar Differenzen zwischen der Klinik und den Fachärzten. Diese sollen seit einigen Monaten bestehen, unter anderem aufgrund von neuen Kooperationsverhandlungen. Letztendlich konnte offenbar kein Kompromiss zwischen den Vertragspartnern erzielt werden. 

Sicherheit der Patienten gehe vor

Die Sicherheit habe Vorrang vor finanziellen Interessen, schreiben die vier Kardiologen laut Zeitungsberichten in einem Communiqué. Konkret steht dort: «Der Weggang von der Klinik wurde durch die Notwendigkeit diktiert, eine Alternative zu finden, wo die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten über finanziellen Interessen stehen». 
Mehr ins Detail gehen die Mediziner nicht. Die Clinique de Valère hält in einer Mitteilung zudem lediglich fest, dass sich Hildbrand und Imsand einer neuen beruflichen Herausforderung stellen wollen. Aus den Medienberichten geht ferner hervor, dass die Kardiologen im Sommer 2018 ein eigenes Herzzentrum in Sion eröffnen wollen. 

Neues Team ab 2018

Auch Chantal Balet, die Präsidentin des Verwaltungsrates der Klinik, wollte gegenüber den Medien keine Einzelheiten nennen. «Wir wollen in keinen Streit eintreten», sagte sie. 
Bei der Clinique de Valère soll nun Anfang Januar 2018 ein neues Team von Kardiologie-Fachärzten zum Einsatz kommen. 
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