Ambulant vs. stationär: Auch das Wallis schafft eine Operationsliste

Dabei orientiert sich der Kanton an den Vorgaben von Luzern und Zürich.

, 22. September 2017, 09:30
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Nun veröffentlicht auch der Kanton Wallis eine Liste mit medizinischen Eingriffen, die grundsätzlich ambulant durchgeführt werden sollen. Nach Luzern und Zürich ist das Wallis der erste Westschweizer Kanton, der diese Massnahme einführt. Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten erwartet, dass damit rund 1,5 Millionen Franken pro Jahr gespart werden können.
Konkret will sich der Kanton an einer Reihe von Eingriffen nicht mehr beteiligen, wenn diese stationär durchgeführt werden. Allerdings übernimmt der Kanton weiter seinen Anteil, wenn eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist. 

Es geht auch um den Behandlungsort

Dabei übernimmt das Wallis dieselbe Liste mit Leistungen, die von den Kantonen Luzern und Zürich ausgearbeitet wurde – «damit ein einheitliches Vorgehen in der Schweiz möglich ist», so die Erklärung der Regierung. Diese Liste beinhaltet ein gutes Dutzend Leistungen wie Katarakt, Inguinalhernien, Karpaltunnel, Varizen, Kniearthroskopien und Angioplastien.
Derzeit werde etwa ein Viertel der Leistungen auf dieser Liste ausserkantonal erbracht. Mit der Förderung von ambulanten Behandlungen möchte der Staatsrat ebenfalls die Patienten anregen, sich eher in einem Spital im Kanton behandeln zu lassen als ausserhalb des Kantons.
Die Operationsliste wird bis Ende November unter diesem Link veröffentlicht. Sie gilt dann ab Januar 2018. 
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