«Unterschiedliche Ansichten»: Direktor des Spitals Einsiedeln geht

Reto Jeger gibt seine Funktion als Spitaldirektor per Ende dieses Monats ab. Ein ehemaliger und langjähriger Direktionspräsident des Berner Inselspitals übernimmt nun per sofort.

, 23. April 2019 um 11:48
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Der Stiftungsrat des Spitals Einsiedeln und Spitaldirektor Reto Jeger haben entschieden, das Arbeitsverhältnis «im gegenseitigen Einvernehmen» aufzulösen. Dies teilt das Spital Einsiedeln am Dienstag mit. Jeger gebe seine Funktion als Spitaldirektor per Ende dieses Monats ab. 
Als Grund nennt das Spital «unterschiedliche Ansichten über die zukünftige Ausrichtung des Spitals». Stiftungsratspräsident Markus Hauenstein sagt auf Anfrage von Medinside, das Spital brauche für eine erfolgreiche Neupositionierung frischen Wind. 
Sowohl die Forderung der Belegschaft nach einem Entlassungsstopp als auch die geplatzte Fusion mit dem Spital Lachen haben laut Hauenstein nichts mit dem Weggang von Spitaldirektor Jeger zu tun.
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Urs Birchler, Interimsdirektor beim Spital Einsiedeln. | soH

Urs Birchler übernimmt interimistisch

Reto Jeger steht seit 2011 dem Spital Einsiedeln als Direktor vor. Er habe sich unter anderem mit grosser Kraft für den Erhalt des Spitals und die Sicherung des Standortes eingesetzt, so Hauenstein. Sowohl die Patientenzahl als auch die Erträge konnten gesteigert werden. Das defizitäre Regionalspital mit 85 Betten steht seit Jahren unter einem grossen finanziellen Druck.
Interimistisch übernehme Stiftungsrat Urs Birchler per sofort die Leitung als Spitaldirektor, teilt das Spital weiter mit. Der Ökonom aus Einsiedeln war als Regierungsrat Gesundheitsdirektor des Kantons Zug und anschliessend während elf Jahren Direktionspräsident des Inselspitals in Bern. Sein Mandat als Stiftungsrat gibt er ab. Birchler sitzt in verschiedenen Verwaltungsräten, unter anderem bei den Solothurner Spitäler (soH).

Projekt «Fokus Zukunft» vorantreiben

Primäre Aufgabe von Birchler werde es nun sein, zusammen mit der Geschäftsleitung das Budget 2019 einzuhalten sowie die Umsetzung des Projektes «Fokus Zukunft» voranzutreiben. Im Fokus stehen Sparmassnahmen und die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Beleg- und Zuweiserärzten.
Die notwendige Neupositionierung und Strategie des Spitals sowie die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern sei in den nächsten Monaten die wichtigste Aufgabe des Stiftungsrates, sagt Markus Hauenstein weiter.
Angaben zu möglichen Kooperationspartnern machte der Präsident des Spitals aber nicht. Dazu sei Stillschweigen vereinbart worden, wie er weiter sagt. Das Spital Schwyz stehe aber ausser Diskussion. 
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