Hanspeter Frank wechselt zur Klinik Gut

Der ehemalige Chef der Privatklinik Linde verlässt Swiss Medical Network bereits wieder – und zieht ins Bündnerland.

, 26. September 2018 um 16:52
image
  • klinik gut
  • personelles
  • spital
  • swiss medical network
Hanspeter Frank wird neuer CEO der Klinik Gut AG. Der ausgebildete Betriebswirt und Wirtschaftsprüfer übernimmt die operative Leitung des Bündner Klinikbetriebes im Dezember.
Frank hatte jahrelang eine entscheidende Rolle bei der Privatklinik Linde in Biel gespielt, ab 2004 als Verwaltungsrat, dann von 2013 bis 2018 auch als CEO. Nachdem die Linde nach einem spannenden Bietergefecht unters Dach der Hirslanden-Gruppe gekommen war, wechselte er im Frühjahr zum anderen Bewerber: Hanspeter Frank wurde Regionenverantwortlicher des Swiss Medical Network in der Nordwestschweiz. 

«Besonderer Reiz»

Er freue sich, dass die Klinik Gut «einen fundierten Kenner des Schweizerischen Gesundheitswesens und erfahrenen Unternehmensleiter als CEO gewinnen konnte», sagt Adrian Urfer, Delegierter des Verwaltungsrats. «Als private Klinik mit öffentlichem Leistungsauftrag ist unser Geschäft einerseits stark reguliert, auf der anderen Seite müssen wir auf dem freien Markt bestehen». Die langjährige Erfahrung von Hanspeter Frank sei dabei wertvoll.
Adrian Urfer hatte die Klinik Gut seit Frühjahr interimistisch geleitet.
Bevor er 2001 ins Gesundheitswesen kam, hatte Hanspeter Frank in Betriebswirtschaft promoviert und als Dozent und Wirtschaftsprüfer gewirkt. Von 2001 bis 2004 arbeitete er als Leiter Administration der Orthopädie-Spezialisten Sonnenhof in Bern.
«Steigender Kostendruck und wachsende Ansprüche der Patienten sind nicht einfach aufeinander abzustimmen», sagt Hanspeter Frank. «Die Leitung der Klinik Gut zu übernehmen, hat deshalb einen besonderen Reiz für mich, weil sie einer Gruppe von Ärzten gehört, die täglich im Kontakt mit Patienten stehen und eine besondere Nähe zu deren Bedürfnissen haben.» 
Die Klinik Gut AG betreibt Häuser in St. Moritz und Fläsch, ferner Praxen im Airport Medical Center am Flughafen Zürich, in Ascona, Chur und Buchs. Die AG beschäftigt gut 230 Mitarbeitende; Kern des Angebotes ist die Behandlung von Sportunfällen und Traumatologie sowie die orthopädische Chirurgie.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Generationenwechsel: Clienia sucht neuen CEO

Nach einem Vierteljahrhundert an der operativen Spitze gibt David J. Bosshard das CEO-Amt der Psychiatrie-Gruppe ab.

image

Spital Oberwallis: Neue Chefärztin für Intensivmedizin

Franca Vasella wurde offiziell als Leiterin der Abteilung für Intensivmedizin am Spitalzentrum Oberwallis in Brig eingesetzt.

image

Spital Emmental: Neue Co-Leiterin der Psychiatrie

Claudine Kroužel wechselt von der Privatklinik Wyss nach Burgdorf und Langnau.

image

Neuer Direktor soll forensische Psychiatrie in Bern vorwärts bringen

Der neue Chefarzt kommt aus der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Er bringt Erfahrung in Hochsicherheitsforensik mit.

image

Neuer Präsident für die Vasculitis Association Switzerland

Christof Iking-Konert, Chefarzt für Rheumatologie am Stadtspital Zürich, übernimmt die Leitung der schweizweit einzigen Patientenorganisation für Menschen mit Vaskulitiden.

image

Verstärkung für die Spitalleitung in Schwyz

Reto Casutt wird per Anfang Juni 2026 Mitglied der Spitalleitung des Spitals Schwyz und übernimmt die Leitung Bau, Infrastruktur und Gastronomie.

Vom gleichen Autor

image

Ein Urteil, das die Temporärarbeit im Gesundheitswesen verändern könnte

Ein Entscheid des Zuger Obergerichts beschäftigt Temporärfirmen: Wer Personal über Pools vermittelt, muss Bereitschaftszeiten vergüten und strengere Formvorschriften einhalten.

image

Spital heilt, Oper glänzt – und beide kosten

Wir vergleichen das Kispi Zürich mit dem Opernhaus Zürich. Geht das? Durchaus. Denn beide haben dieselbe Aufgabe: zu funktionieren, wo Wirtschaftlichkeit an Grenzen stösst.

image

Überarztung: Wer rückfordern will, braucht Beweise

Das Bundesgericht greift in die WZW-Ermittlungsverfahren ein: Ein Grundsatzurteil dürfte die gängigen Prozesse umkrempeln.