Bernerin erhält Geld für ihre Medikamenten-Forschung

Eine Apothekerin am Inselspital untersucht, wer nach einer Spitalbehandlung Probleme wegen Arzneimitteln bekommen könnte.

, 30. November 2022, 10:12
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Nicole Schönenberger istApothekerin an der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin des Inselspitals und Doktorandin an der Universität Bern. | Insel-Gruppe
Der gemeinnützige Verein «Smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» verteilt 40'000 Franken für Forschung, die etwas nützen könnte gegen medizinische Über- und Fehlversorgung.
In den Genuss des Fördergelds kommt dieses Jahr eine Nachwuchsforscherin aus dem Berner Inselspital: Nicole Schönenberger, Apothekerin an der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin und Doktorandin an der Universität Bern.

Vorausschauende Entlassung

Sie will zeigen, wie Patienten klüger aus dem Spital entlassen werden können. Denn es kommt häufig vor, dass Patienten zuhause Probleme mit den verschriebenen Medikamenten haben und dann erneut ins Spital zurück müssen.
Nicole Schönenberger möchte dem mit ihrer Forschung vorbeugen und Indikatoren für Patienten mit einem erhöhten Risiko für solche medikamentenbezogene Probleme nach der Spitalentlassung entwickeln.

Zu viele Röntgen und Morphin

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Stéphane Genevay vom Universitätsspital Genf (HUG). | zvg
Auch zwei Forscher aus der Westschweiz haben Geld vom «Smarter Medicine» erhalten. Ihre Untersuchungen sollen unnötige Röntgenaufnahmen und Morphingaben bei Rückenschmerzen reduzieren sowie die Spitalentlassung optimieren.
Stéphane Genevay vom Universitätsspital Genf (HUG) und Guillaume Christe von der Haute Ecole de Sante Vaud (HESAV) widmen sich diesem Projekt.
Bei Schmerzen im unteren Rückenbereich nutzen zu viele Ärzte und Ärztinnen Röntgenaufnahmen und Schmerzmittel, obwohl sie nachweislich unnötig sind und sogar schädliche Nebenwirkungen mit sich bringen.

Solche Forschung gibt es nicht oft

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Guillaume Christe von der Haute Ecole de Sante Vaud (HESAV). | zvg
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem grössten ambulanten Ärztenetzwerk der Romandie, dem Réseau Delta, und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführt. «Forschungsprojekte, welche positive Effekte von Massnahmen gegen die medizinische Über- und Fehlversorgung untersuchen, sind rar», sagt der Geschäftsführer von «Smarter medicine», Lars Clarfeld. «Dies wollen wir mit den Fördermitteln ändern».
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