Spital Affoltern: Privatbetreiber will übernehmen

Das Gesundheitsunternehmen Solviva bringt eine alternative Lösung für das Spital Affoltern ins Spiel. Es soll ein Gesundheits- und Pflegezentrum entstehen.

, 1. Februar 2018, 09:45
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Im Kampf um die Zukunft des Spitals in Affoltern stehen sich Gemeinden des bisherigen Zweckverbands und die Betriebskommission gegenüber. Unter anderem wollen Hedingen und Bonstetten aus dem Verband aussteigen – weitere Gemeinden könnten folgen. Die Betriebskommission hingegen will das defizitäre Spital retten.
Nun hat sich auch noch ein privater Gesundheitsanbieter ins Spiel gebracht, wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet. Die Solviva AG habe kürzlich eine alternative Lösung für das Spital präsentiert: Sie würde das Spital Affoltern als Gesundheits- und Pflegezentrum weiterbetreiben. Chirurgie, Geburtenabteilung und Akutpflege würden jedoch gestrichen – und damit der Hauptteil des Akutspitals.

Solviva schaltet Anzeige

Derweil wirbt das Gesundheitsunternehmen Solviva für das neue Gesundheitszentrum mit altersgerechten Wohnungen. «Die Bevölkerung und die politischen Gremien sollen auch noch Jahre später mit Stolz feststellen können, dass sie mit Solviva die richtige Wahl getroffen haben», heisst es in einem Inserat im «Affoltermer Anzeiger».

  • So präsentiert Solviva den Lösungsvorschlag für das Spital Affoltern am Albis.

Das Unternehmen aus Cham will das Land im Baurecht übernehmen und die Investitionen und damit auch das Risiko selbst tragen. Solviva hat bereits Erfahrung mit Situationen wie in Affoltern. «In Grenchen war es ähnlich», sagt Betriebsleiter Ulrich Kläy auf Anfrage der NZZ.

«Das Beste, was der Stadt passieren konnte»

Gegen Widerstände aus Bevölkerung und Politik wollte der Kanton Solothurn die beiden Spitäler in Grenchen schliessen. Solviva erwarb damals das Areal und errichtete ein Gesundheitszentrum, wie es auch für Affoltern vorgesehen wäre.
«Es wurde eine Erfolgsgeschichte», sagt Kläy weiter. Tatsächlich loben heute auch frühere Gegner des Verkaufs den «Sunnepark». «Das, was nach dem Spital Grenchen kam, war das Beste, was der Stadt passieren konnte», wird der frühere Grenchner Stadtpräsident Boris Banga im SRF-Regionaljournal zitiert. 
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