Wie es mit dem Spital Walenstadt jetzt weitergeht

Das Kantonsspital Graubünden (KSGR) will das Spital Walenstadt als Standort interkantonal weiter betreiben. Aber nur unter bestimmten Bedingungen.

, 18. November 2021 um 08:09
image
  • spital
  • spital walenstadt
  • kantonsspital graubünden
Ab Anfang 2023 soll das Spital Walenstadt als ein Standort des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) in Erscheinung treten. So sieht es die Strategie der St.Galler Spitalverbunde vor. Stand heute wird es in Walenstadt ein stationäres und ambulantes Angebot geben. Geplant sind: 
  • Allgemeinchirurgie (Viszeral- und Unfallchirurgie),
  • Orthopädie,
  • Allgemeinmedizin,
  • Akutgeriatrie,
  • Palliative Care und Dialyse
  • allgemeine Frauenmedizin ohne stationäre Geburtshilfe. 

Zentralisierung der Administration in Chur

Zudem soll es in Walenstadt eine Notfallstation, Überwachungsbetten, eine interdisziplinäre Tagesklinik sowie Radiologie- und Laborleistungen der Chirurgie, Medizin und Frauenmedizin geben. Ergänzt wird das Angebot durch Sprechstunden der Radio-Onkologie, Physiotherapie, Ernährungstherapie, Logopädie, Wundberatung und Sozialdienst.
Leistungen der Supportbereiche, der Administration und der Führung sollen in Chur zentralisiert werden, wie das Kantonsspital Graubünden in einer Mitteilung schreibt. Die bestehende Zusammenarbeit mit Belegärzten soll zudem weitergeführt werden

Kantonsspital will betriebliche Freiheit

Der Verwaltungsrat des Kantonsspitals Graubünden hat aber auch verschiedene Voraussetzungen für das interkantonale Projekt festgehalten. Bedingungen, welche aus seiner Sicht für den Erfolg und damit die Umsetzung des Vorhabens entscheidend sind.
Dazu gehören insbesondere die Themen der betrieblichen Freiheit zur Weiterentwicklung des Angebotes, der Immobilienübernahme, der Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst sowie die Kosten für die Umsetzung des Projekts und für die Restrukturierung. 

Entscheid fällt in einem Jahr

Diese Voraussetzungen werden nun in die politischen Entscheide des Kantons St. Gallen eingebracht. Zudem muss das beschriebene Standortmodell noch vom Stiftungsrat des Kantonsspitals Graubünden genehmigt werden. Dies werde voraussichtlich Ende Jahr der Fall sein. 
Erst danach geht es weiter mit dem Antrag an den Kanton St. Gallen. Die erste Lesung im Regierungsrat sei für anfangs Mai vorgesehen. Formal verabschiedet werde der Entscheid dann Ende November 2022 im St.Galler Kantonsparlament. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Spital Samedan prüft Zusammenschluss mit Kantonsspital Graubünden

Die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin untersucht zwei strategische Wege in eine nachhaltige Zukunft.

image

Kantonsspital Aarau: Mehr Betten im Neubau

Wegen einer «unverändert hohen Patientennachfrage» plant das KSA nun doch mehr Betten.

image

Hirslanden: Umbau an der Spitze – näher zu den Regionen

Hirslanden-Zürich-Direktor Marco Gugolz zieht als Regional Operations Executive in die Konzernleitung ein.

image

Was geschieht mit dem Spital Thusis?

Die Stiftung Gesundheit Mittelbünden sucht Wege aus der finanziellen Krise – beraten von PwC. Ein Entscheid soll im Herbst fallen.

image

CSEB: «Herausfordernd, aber zufriedenstellend»

Trotz roten Zahlen und leicht rückläufigen Patientenzahlen gibt sich das Center da sandà Engiadina Bassa optimistisch.

image

Spital STS: Hohe Patientenzahlen bewahren nicht vor Verlust

Sowohl stationär als auch ambulant gab es bei der Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland 2023 einen Zuwachs.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.