Können Rettungssanitäter eigentlich im Beruf alt werden?

Selten – zu gross die körperlichen Belastungen, zu drängend die Anforderungen. Ein Fernsehbeitrag wirft ein Licht auf ein Problem, das kaum einer wahrnimmt.

, 28. August 2015, 12:00
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Im Zentrum des TV-Films stehen zwei Männer, Rettungssanitäter über 50, die beide im Einsatz einen schweren Herzvorfall erlitten. Mit ihnen griff die Sendung «Report Mainz» in der deutschen ARD ein besonderes Problem auf: Wer Tag und Nacht mit der Notfall-Ambulanz ausrückt, hat es schwer, im Job würdig alt zu werden.
 «Alt, krank, ausgelaugt: Das Schicksal älterer Rettungsdienstmitarbeiter», so der Titel des Beitrags. Die Zahlen sind dabei beeindruckend: Zwangsläufig sind immer mehr Rettungssanitäter über 50 – und viele von ihnen haben Angst, im Einsatz zu versagen, weil die Konzentration oder die Kraft fehlt.
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Angesichts der körperlichen – und auch seelischen – Belastung des Schichtdienst-Jobs schafft es nur ein Prozent der Rettungssanitäter, im Beruf über die 60-Jahres-Grenze zu kommen. Der so genannte Krankenstand – also die durchschnittliche Anteil jener Mitarbeiter, die jeweils krank sind – liegt bei 12 Prozent. 
Andere Statistiken zeigen denn auch, dass ältere Rettungs-Spezialisten häufiger und länger erkranken als der Durchschnitt der Bevölkerung. 

Zum Beitrag: «Alt, krank, ausgelaugt: Das Schicksal älterer Rettungsdienstmitarbeiter», ARD, «Report Mainz» (Erstausstrahlung 25. August 2015).

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