Westschweizer Spitäler treten Einkaufsgemeinschaft bei

Das Hôpital de La Tour und die Clinique de La Source schliessen sich der Einkaufsgemeinschaft Sana Suisse Med an. Die Kooperation soll Kosten senken und Markttransparenz erhöhen.

, 13. Februar 2026 um 06:20
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Bild: zvg
Die Westschweizer Spitäler Hôpital de La Tour und Clinique de La Source schliessen sich der nationalen Einkaufsgemeinschaft Sana Suisse Med AG an – mit dem Ziel, ihre Beschaffung zu bündeln und die Preistransparenz bei Medizinprodukten zu erhöhen.
Damit wächst das Netzwerk auf 50 Spitalstandorte in der ganzen Schweiz.
Durch das gemeinsame Einkaufsvolumen, den Zugang zu einer spitalübergreifenden Datenplattform und den Know-how-Austausch sollen Prozesse effizienter und professioneller werden, so die Mitteilung.
Die Kooperation gewinnt vor dem Hintergrund der zuletzt breit diskutierten Preisunterschiede bei Medizinprodukten zusätzlich an Gewicht. Beide Häuser versorgen zusammen jährlich über 13’000 stationäre sowie rund 479’000 ambulante Patientinnen und Patienten.

Preis- und Stammdatenplattform

Kernstück der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Preis- und Stammdatenplattform. Sie schafft eine einheitliche, validierte Datengrundlage für die Spitäler und reduziert gleichzeitig den administrativen Aufwand für Lieferanten. Der Beitritt gelte damit als konkreter Schritt zu mehr Markttransparenz in der Spitalbeschaffung – über Sprach- und Regionsgrenzen hinweg, heisst es weiter.
  • Die Sana Suisse Med AG ist eine Einkaufsgemeinschaft für Spitäler, Kliniken und Gesundheitsinstitutionen in der Schweiz. Sie bündelt Einkaufsvolumen, verhandelt Konditionen mit Herstellern und schafft Markttransparenz im Medizinproduktebereich.

  • medizinprodukte
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