Basler Forscherin erhält wichtigen Medizin-Preis

Der mit 700’000 Franken dotierte Louis-Jeantet-Preis für Medizin 2017 geht an die Neurobiologin Silvia Arber von der Universität Basel.

, 26. Januar 2017 um 08:28
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Die Neurobiologin Silvia Arber hat untersucht, wie neuronale Netzwerke Bewegungen kontrollieren und wie diese Netzwerke verknüpft sind. Dafür erhält sie den diesjährigen Louis-Jeantet-Preis für Medizin. 
Ihre Erkenntnisse tragen zu einem besseren Verständnis bei, wie motorische Befehle für spezifische Bewegungsabläufe erzeugt und ausgeführt werden, wie die Universität Basel mitteilt. Arbers Arbeiten seien vor allem im Zusammenhang mit Krankheiten des Nervensystems wichtig. Diese führen oft zu Immobilität.
Arber ist Professorin für Neurobiologie am Biozentrum der Universität Basel und Forschungsgruppenleiterin am Friedrich Miescher Institut in Basel (FMI).

75'000 Franken für persönlichen Gebrauch

Die Stiftung Louis Jeantet dotiert den Preis mit einer Summe von 700'000 Franken, wovon 625'000 Franken für die Finanzierung der Forschungsarbeiten der Preisträger und 75'000 Franken für ihren persönlichen Gebrauch bestimmt sind. 
Die Preisträger leiten grundlegende Forschungsarbeiten in der Biologie, von denen man bedeutende Auswirkungen in der Medizin erwartet. Der Preis gehört zu den bestdotierten Auszeichnungen Europas.
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