Der Kanton Appenzell Innerrhoden nimmt einen neuen Anlauf, das ehemalige Spitalareal mit privaten Partnern zu entwickeln. Bereits 2022 war dort ein Gesundheits- und Spezialpflegezentrum geplant, das von einem Investor realisiert werden sollte. Das Projekt scheiterte jedoch am Rückzug des Partners.
Nun soll aus Kostengründen erneut geprüft werden, ob Investoren die Infrastruktur für die künftige ambulante Versorgung im Baurecht umsetzen können. Laut Mitteilung der
Ratskanzlei des Kantons Appenzell Innerrhoden bildet eine 2025 in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie die Grundlage für das weitere Vorgehen.
Sie zeigt: Das benötigte Raumprogramm für das kantonale Gesundheitszentrum Appenzell (GZAI) liesse sich am bisherigen Standort zwar realisieren – allerdings nur mit sehr hohen Investitionen für Rückbauten, Provisorien und Neubauten.
Am Leistungsauftrag selbst hält die Standeskommission fest. Das GZAI soll weiterhin eine hausärztliche Gruppenpraxis, Fachsprechstunden, Physiotherapie, Rettungsdienst und Tagesklinik betreiben. Auch die telemedizinische Notfallpraxis MEAS bleibt vorerst Teil des Angebots; über ihre definitive Weiterführung wird nach Abschluss der Pilotphase 2027 entschieden.
Um ein Scheitern wie beim ersten Investorenprojekt zu vermeiden, erarbeitet der Kanton derzeit einen Kriterienkatalog für mögliche Partner. Anschliessend ist eine öffentliche Ausschreibung vorgesehen. Parallel dazu werden alternative Standorte im Dorf Appenzell geprüft, falls sich die ambulanten Angebote nicht auf dem bisherigen Spitalareal realisieren lassen