Krankenkasse lädt ihre Kunden auf Gesundheitsplattform ein

Die Kunden der Groupe Mutuel erhalten Zugriff auf eine neue Gesundheits- und Fitness-Site. Durch solche Massnahmen sollen auch die allgemeinen Gesundheitskosten gesenkt werden.

, 19. November 2015, 09:42
image
  • versicherer
  • prävention
  • groupe mutuel
Die Groupe Mutuel bietet ihren Versicherten ab sofort eine Online-Plattform zur Gesundheitsprävention. Eine Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen Ignilife schafft den Versicherten Zugang zu Präventionsprogrammen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und psychisches Wohlbefinden.
Die Nutzung von Ignilife soll zu einer besseren Kontrolle der Gesundheitskosten beitragen.
Wer Kosten senken will, muss bei der Prävention ansetzten – dies eine Idee hinter dem Angebot. «Die Eindämmung der Gesundheitskosten ist ein Ziel, das alle Akteure des Gesundheitssystems teilen», sagt Paul Rabaglia, der Generaldirektor der Groupe Mutuel: «Ein gesunder Lebensstil trägt dazu bei.»
Die Ignilife-Plattform bietet Programme an, die auf Ernährung, Bewegung, Prävention und psychisches Wohlbefinden ausgerichtet sind. Die Programme wurden unter Aufsicht einer Ethikkommission erarbeitet, die sich aus Experten und Fachpersonen des Gesundheitswesens zusammensetzt.

Die Daten bleiben privat

Die beim Gebrauch der Plattform gespeicherten persönlichen Gesundheitsdaten gehören den Versicherten: Die Groupe Mutuel betont, dass sie keinerlei Zugriff darauf habe. Und die Sicherheitsprinzipien von Ignilife sehen vor, dass keine Verbindung zwischen den Benutzerdaten und dem Konto besteht.
Was heisst das konkret? Wer sich bei Ignilife einträgt, gibt als erstes gewisse Gesundheits- und Körperdaten ein. Dann erhält er Aussagen über seine Risiken. Auf dieser Basis lässt sich ein Programm wählen, mit dem sich die gesundheitliche Lage, die Aussichten respektive die Fitness verbessern lässt. Die Online-Plattform begleitet einen nun durch die Tage – quasi als Präventions- und Fitnesspartner.
Bislang gibt es die Plattform nur auf Englisch und Französisch, für die Mutuel-Kunden wird sie nun in den drei Amtssprachen auf dem Smartphone, Tablet oder Computer nutzbar.

Wie funktioniert Ignilife? Hier der Demo-Film:



  • Zum Informationspaket von Groupe Mutuel und Ignilife

Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Darmkrebs-Früherkennung neu von der Franchise befreit

In 13 Kantonen werden die Kosten von Leistungen zur Früherkennung von Darmkrebs künftig von der Franchise befreit.

image

Das sind die 20 teuersten Medikamente der Schweiz

Neue Medikamente werden häufig zu Umsatzrennern. Curafutura nennt die 20 Medikamente, die zusammen jährlich 1,7 Milliarden Franken kosten.

image

Patienten sollen Arztrechnung in Echtzeit kontrollieren

Sobald eine Arzt- oder Spitalrechnung eine bestimmte Auffälligkeit aufweist, kontaktiert die Krankenkasse Concordia neu die versicherte Person automatisch.

image

Als Ergonomie-Profi sorgen Sie für Gesundheit am Arbeitsplatz

Die beste Prävention von körperlichen Beschwerden und Erkrankungen sind Arbeitsplätze, die an den Menschen und seine Aufgaben angepasst sind. Das ZHAW-Departement Gesundheit bietet in Kursen und im CAS «Betriebliche Ergonomie» Weiterbildungen dazu an.

image

Versicherer sparen Milliarden mit Korrektur falscher Rechnungen

Eine gigantische Summe: In der Schweiz stehen jedes Jahr 3,5 Milliarden Franken zu viel auf den Rechnungen, welche die Krankenkassen erhalten.

image

Viktor 2022: «Ich wünsche mir, dass die Versicherer stärker mit einbezogen werden!»

Der ehemalige Sanitas-CEO Otto Bitterli ist Jury-Präsident des Viktor Awards. Er hofft, dass die Krankenversicherer in Zukunft verstärkt beim Viktor vertreten sind.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.