Hirslanden beschäftigt 200 Personen mehr

Die grösste Privatklinik-Gruppe der Schweiz erzielte im laufenden Geschäftsjahr bislang leicht höhere Umsätze – und konnte dabei die Rentabilität recht klar steigern.

, 11. November 2016, 11:00
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«Strong Performance in Switzerland» – so die Schlagzeile auf einer neuen Präsentation der Mediclinic-Gruppe. Die Hirslanden-Kliniken gehören bekanntlich zum südafrikanischen Gesundheitskonzern Mediclinic, und dieser veröffentlichte jetzt die Halbjahresresultate des Geschäftsjahres 2016/2017; erfasst wurde dabei der Geschäftsverlauf von März bis September 2016.
«Strong Performance», das heisst: Hirslanden erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz von 819 Millionen Franken – 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der stationären Patienten stieg dabei leicht, nämlich von 47'000 auf 48'000. 
  • Zu den Unterlagen und Präsentationen zum Halbjahres-Resultat der Mediclinic-Gruppe |
Dabei schaffte es Hirslanden, noch ein bisschen rentabler zu werden: Der Betriebsgewinn (EBITDA) erreichte 152 Millionen Franken – nach 142 Millionen im ersten Bilanzsemester 2015/16. Oder anders gesagt: Auf 100 umgesetzte Franken erzielte die Privatklinik-Gruppe gut 18 Franken Gewinn. 
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Eckzahlen der Halbjahres-Resultate: Aus der Präsentation von Mediclinic International
Oder nochmals anders: Hirslanden wurde erneut ein bisschen effizienter. «Ein spezifischer Fokus auf Effizienz und auf Kosteneinsparungen erlaubte es Hirslanden, seine fundamentale EBITDA-Marge weiter zu steigern – trotz konstant hoher Belegungszahlen»: So lautet die Erklärung in der gestern veröffentlichten Halbjahrespräsentation.
Fürs Gesamtjahr erwartet der börsenkotierte Mutterkonzern «ein bescheidenes Wachstum und stabile Renditen».
Interessanterweise schaffte Hirslanden die Effizienzsteigerung trotz einem Plus beim Personal. Ende September beschäftigte die grösste Privatklinik-Gruppe der Schweiz 9'342 Personen. Am Ende des vorherigen Geschäftsjahres im Februar waren es noch 9'120 gewesen. Dies bei einer unveränderten Bettenzahl: Sie liegt derzeit bei 1'677.
In a Nutshell: Hirslanden von März bis September 2016
  • Umsatz 819 Millionen Franken (Vorjahreshalbjahr: 782 Millionen Franken)
  • Gewinn: 152 Millionen Franken (VJ: 142 Millionen)
  • Stationäre Patienten: 48'000 (VJ: 47'000)
  • Anteil Grundversicherte: 43,1 Prozent (VJ: 43,3 Prozent)
Der Halbsjahrespräsentation lässt sich ferner entnehmen, dass Hirslanden in den letzten Monaten 11 Millionen Franken in Expansionsprojekte und neues Equipment sowie 19 Millionen Franken in Ersatzinvestitionen steckte. Konkret erwähnt wird dabei ein drittes Herzkatheder-Labor in Aarau, der Umbau der Radiologie in der Klinik Stephanshorn, neue Behandlungsräume in der Clinique La Colline und eine Restrukturierung der Sterilisation in der Berner Klinik Permanence.

Strategischer Eckpfeiler: Ambulante Versorgung

Auf einer strategischen Ebene wiederholt das Mutterhaus, dass Hirslanden verstärkt auf ambulante Dienstleistungen und auch ambulante Operationen setzen will: Die Schaffung entsprechender Einheiten sei Teil des strategischen Mehrjahresprogramms («Hirslanden 2020 strategic programme»). 
Dieses Programm habe zwei Ziele, so lässt sich den Unterlagen aus dem Mutterhaus entnehmen: eine Effizienzsteigerung durch die Implementierung durchgängiger Prozesse und Systeme – und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, beispielsweise durch Ambulatorien.

Hintergrund:

Auch Swiss Medical Network wuchs im ersten Halbjahr

Die zweitgrösste private Klinikgruppe konnte ihren Umsatz im ersten Halbjahr steigern. Wie Ende September gemeldet, erzielte Swiss Medical Network im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatz von 222,2 Millionen Franken. In den gleichen Monaten des Vorjahres waren es noch 213,7 Millionen gewesen.
Zum Wachstum habe hauptsächlich die höhere Anzahl behandelter Patienten beigetragen, teilte das Mutterhaus Aevis Victoria damals mit. Ein positiver Effekt kam vom Medizintourismus: Der Swiss-Medical-Network-Umsatz mit ausländischen Patienten erhöhte sich um 10 Prozent.
Der Betriebsgewinn (EBITDAR) betrug 50,3 Millionen Franken, was einer Marge von 22,6 Prozent entsprach.
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