Freiburger Spital weiterhin mit Kardiologie

Die Herz-Angebote wurden von der Kantonsregierung in der neuen Spitalliste formell festgeschrieben. Die Idee einer Herzchirurgie am HFR ist definitiv beerdigt.

, 29. Dezember 2016 um 10:33
image
  • spital
  • freiburg
  • freiburger spital
  • kardiologie
Der Staatsrat hat den Antrag des Freiburger Spitals HFR, weiterhin Leistungen der interventionellen Kardiologie anbieten zu dürfen, angenommen. Für herzchirurgische Eingriffe werden Freiburger Bürgerinnen und Bürger jedoch im Universitätsspital Lausanne (CHUV), im Inselspital Bern oder im Universitätsspital Genf (HUG) behandelt. Die Spitalliste des Kantons Freiburg wird entsprechend angepasst.
Bekanntlich plante das Freiburger Spital auch herzchirurgische Eingriffe. Diese Idee stiess auf Unverständnis, insbesondere beim Inselspital Bern. Geplant war dabei eine Zusammenarbeit mit dem CHUV in Lausanne, da die Herzchirurgie dort unter latenter Überlastung leidet. Nachdem aber auch René Prêtre Zwiefel an der Notwendigkeit dieses Schrittes in Freiburg geäussert hatte, wurden die Pläne Ende Februar 2016 schubladisiert. Gleichzeitig beantragte das HFR, die ihm zugesprochenen Leistungen der Kardiologie behalten zu können. EinKonzept zur Erbringung der Kardiologie-Leistungen wurde dem Gesundheitsamt zur vertieften Analyse vorgelegt.
Der Staatsrat stimmte nun der Weiterführung der Leistungen der interventionellen Kardiologie am HFR und der entsprechenden der Änderung der Freiburger Spitalliste formell zu.
Zu den am HFR weiterhin angebotenen Leistungen gehören insbesondere das Legen von Schrittmachern und Defibrillatoren, die Koronarografie, die Angioplastie sowie die endovaskuläre Herzklappenchirurgie. Das Team führt geplante Eingriffe durch und kümmert sich rund um die Uhr um Notfälle aus dem ganzen Kanton.
  • Zur Mitteilung der Freiburger Kantonsregierung
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Auch die Bündner Regierung baut einen Rettungsschirm für Spitäler

Die Überlegung: Die Spitäler verdienen zu wenig. Zugleich sind sie nicht kreditwürdig. Also muss der Kanton einspringen.

image

Stadtspital Zürich legt IT, Beschaffung und Betrieb zusammen

In der Folge gibt es auch zwei neue Mitglieder der Spitalleitung.

image

Psychiatrie-Zentrum Engadin / Südbünden zieht ins Spital Samedan

Die heutigen PDGR-Standorte in Samedan und St. Moritz werden aufgelöst.

image

Spital Samedan prüft Zusammenschluss mit Kantonsspital Graubünden

Die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin untersucht zwei strategische Wege in eine nachhaltige Zukunft.

image

Kantonsspital Aarau: Mehr Betten im Neubau

Wegen einer «unverändert hohen Patientennachfrage» plant das KSA nun doch mehr Betten.

image

Hirslanden: Umbau an der Spitze – näher zu den Regionen

Hirslanden-Zürich-Direktor Marco Gugolz zieht als Regional Operations Executive in die Konzernleitung ein.

Vom gleichen Autor

image

Überarztung: Wer rückfordern will, braucht Beweise

Das Bundesgericht greift in die WZW-Ermittlungsverfahren ein: Ein Grundsatzurteil dürfte die gängigen Prozesse umkrempeln.

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.