Ehemaliger USZ-Arzt leitet US-Spitalkonzern

Der Herzchirurg Tomislav Mihaljevic wurde zum CEO der Cleveland Clinic gewählt.

, 6. September 2017, 09:30
image
Die Cleveland Clinic gehört nicht zu den grössten Spitalgruppen der USA – aber definitiv zu den renommiertesten. Sie betreibt Kliniken in drei US-Bundesstaaten sowie in Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Umsatz liegt bei knapp 10 Milliarden Dollar. Soeben wieder wurde das Stammhaus in Ohio von «US News & World Report» zum zweitbesten Spital Amerikas gewählt. Wobei es insbesondere in der Kardiologie und Herzchirurgie herausragt – hier gelangte die Cleveland Clinic auf Platz eins.
An die Spitze dieses Unternehmens gelangt nun Tomislav Mihaljevic. Der Arzt übernimmt im Januar 2018 das Amt des CEO von Toby Cosgrove. Mihaljevic arbeitet seit drei Jahren als CEO der Cleveland Clinic in Abu Dhabi, nachdem er 2004 in den Klinikkonzern eingestiegen war und zuerst als Herzchirurg gewirkt hatte.

Ausbildung bei Marko Turina

Der nächste Chef der Cleveland Clinic hat aber auch eine mehrjährige Berufserfahrung in der Schweiz. Nach seinem Studienabschluss an der Universität Zagreb begann er seine Ausbildung zum Herzchirurgen an der Universität Zürich. Von 1989 bis 1995 arbeitete er als Assistenzarzt an der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie des USZ – Mihaljevic erweist sich also ein weiterer Erfolgsschüler von Marko Turina.
Nach seiner Zeit in Zürich zog der gebürtige Kroate weiter nach Boston zum Brigham and Women's Hospital beziehungsweise zur Harvard Medical School, wo er seine Ausbildung in allgemeiner und Herzchirurgie abschloss.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Spital korrigiert falsche Aussagen zu Chefarzt-Kündigung

Ist der Chefarzt Gregor Lindner nun krank oder nicht? Die Pressestelle des Bürgerspitals Solothurn zieht plötzlich Aussagen zu dessen Kündigung zurück.

image

Sauter: «Wir müssen grossräumiger denken»

Spitäler in den Randregionen brauchen eine neue Funktion. Das meint die neue Hplus-Präsidentin Regine Sauter.

image

Notfallmediziner erwarten Kollaps und schlagen schweizweit Alarm

Covid, Grippe und RSV: Die Notfallstationen sehen sich in diesem Winter mit Bedingungen konfrontiert, die sie an den Rand des Kollapses bringen könnten.

image

Direktor Peter Hösly übergibt den Stab an Simone Weiss

Am Sanatorium Kilchberg kommt es zu einem Führungswechsel: Nach 16 Jahren gibt Peter Hösly seinen Chefposten an der Privatklinik für Psychiatrie ab.

image

Spitaldirektorin will in den Nationalrat

Franziska Föllmi-Heusi vom Spital Schwyz ist als Kandidatin für die Nationalratswahlen nominiert.

image

Eklat am Unispital Zürich: Das sagt der Spitalrat zu den Vorwürfen im Fall Clavien

Der Star-Chirurg Pierre-Alain Clavien fühlt sich vom USZ rausgeschmissen. Nun reagiert André Zemp, Spitalratspräsident, auf dessen Vorwürfe.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.