Beförderung noch vor dem Stellenantritt

Yves Acklin wird in Chur nicht «nur» Chefarzt, sondern auch Departementsleiter und GL-Mitglied.

, 7. September 2023 um 08:51
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Ab 2024 ist Yves Acklin im Kantonsspital Chur Mitglied der Geschäftsleitung. | zvg
«Kantonsspital Graubünden holt Topshot der Orthopädie». So stand es Anfang Januar hier zu lesen. Die Rede ist von Yves Acklin, der Standortleiter Bethesda der Orthopädie des Universitätsspitals Basel, der auf Anfang 2024 Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie im Kantonsspital Graubünden (KSGR) sein wird. Gleichzeitig erklärte damals das KSGR, dass die Fachbereiche Unfallchirurgie und Orthopädie zu einer Klinik zusammengelegt würden.
Wie nun das Kantonsspital am Donnerstag mitteilt, wird Acklin darüberhinaus auch Leiter des Departements Chirurgie und Mitglied der Geschäftsleitung. Das hat der Verwaltungsrat nun entschieden. In dieser Funktion tritt er die Nachfolge von Professor Markus Furrer an, der Ende Jahr in Pension geht.
Der Vater dreier Kinder studierte Medizin in Basel und Birmingham, verfügt über eine Habilitation an der Universität Basel und absolvierte ein Executive MBA an der HSG in St. Gallen.
Yves Acklin weilte unter anderem für ein klinisches Fellowship in Edmonton, Kanada und schloss ein Forschungsfellowship im AO-Zentrum in Davos an. Nebst seiner akademischen medizinischen Tätigkeit mit einem zusätzlichen Promotionsstudium «Dr. scient. med.» an der UFL und der Habilitation an der Universität Basel hat er auch ein Executive MBA an der HSG in St. Gallen absolviert.

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27 Jahre in den Diensten des Kantonsspital

Mit Markus Furrer verabschiedet sich Ende Jahr im Kantonsspital in Chur eine Person, die laut Communiqué «nicht nur die Chirurgie, sondern das ganze Spital entscheidend mitgeprägt und so dazu beigetragen hat, dass das Kantonsspital Graubünden zu dem Zentrumsspital der Südostschweiz geworden ist.»
Bereits 1996 - also vor 27 Jahren - wechselte der Berner vom Inselspital ins Kantonsspital Graubünden, wo er als Leitender Arzt Chirurgie, Thorax- und Gefässchirurgie wirkte. Zählt man die Jahre 1991 bis 1993 hinzu, in denen Furrer in der Chirurgischen Klinik des KSGR als Oberarzt fungierte, kommt der Mediziner auf eine 30-jährige Tätigkeit in der «Ferienecke der Schweiz», wie sich der Tourismuskanton Graubünden einst vermarktete.
Seit 2003 ist Markus Furrer Chefarzt und Departementsleiter Chirurgie. Seit 2013 zusätzlich auch stellvertretender CEO des Kantonsspital Graubünden.

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