Weiterarbeiten nach 65? Lieber nicht

Vor einem Jahr startete die Stadt Zürich ein Projekt, um pensionierte Mitarbeiter im Gesundheitswesen zur Weiterarbeit zu bewegen. Das kam nicht so an.

, 3. November 2017, 10:05
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Es ist eine naheliegende Idee, um die Lücken im Arbeitsplan zu füllen: Man könnte ja gute Mitarbeiter fragen, ob sie nach der Pensionierung noch weiterarbeiten wollen. Die Stadt Zürich begann dazu vor einem Jahr ein Projekt namens «66+», das sich einerseits an die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe richtete, andererseits an die Angestellten im Departement Gesundheit.
Nun, ein Jahr später, hat das SRF-Radio-«Regionaljournal» nachgefragt. Und heraus kam, dass das Interesse an einer Weiterbeschäftigung nach 65 offenbar sehr gering ist. Im Departement Gesundheit waren nur vier Personen zur Verlängerung bereit – zwei Pfleger, ein Arzt, ein Tierarzt.
Interessant dabei: Bei den Verkehrsbetrieben VBZ lag die Quote weitaus höher. Fast jeder dritte Pensionär war bereit für eine Nachspielzeit, oder konkreter: Es waren 17 Mitarbeiter.

  • «Mit 65 wird der Ärztekittel an den Nagel gehängt», Radio SRF, «Regionaljournal», November 2017.

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