Spital Rorschach: Stadt verhandelt mit Privatklinik

Was passiert mit dem Spital Rorschach, falls der Kanton das Haus schliessen will? Gut möglich, dass eine private Klinikgruppe den Rorschacher Spitalbetrieb übernehmen wird.

, 1. November 2018, 08:51
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Vor dem Hintergrund der neuen St. Galler Spitalstrategie steht auch das Spital Rorschach zur Diskussion: Soll daraus dereinst eine Tagesklinik für ambulante Eingriffe entstehen? In Stein gemeisselt ist noch nichts.
Sollte es aber soweit kommen, hat der Rorschacher Stadtrat klare Anforderungen: Ein Spital mit begrenzter Bettenzahl soll es sein, das alle ambulanten Eingriffe des Zentrumsspitals, ebenfalls anbieten könne. Zudem erwarte er, dass die Tagesklinik vom Kanton «nach zeitgemässen Vorgaben neu gebaut wird». Und das an einem Standort, der aus der ganzen Region per öV gut erreichbar sei – zum Beispiel beim Bahnhof.

Kanton ist über die Verhandlungen informiert

Der Stadtrat jedenfalls befindet sich seit Anfang Jahr im Gespräch mit einer privaten Schweizer Klinikgruppe. «Eine private Gruppe müsste sich in Rorschach auf einen klinischen Fachbereich spezialisieren. Derzeit wird sondiert», sagt Stadtpräsident Thomas Müller gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». 
Einen Namen nennen will er jedoch nicht. «Aber der Kanton ist über die parallelen Verhandlungen informiert. Und wir werden uns schliesslich für die Variante entscheiden, die Rorschach am meisten nützt», erklärt Müller weiter. 

Entscheide sind noch keine gefällt

Ein Verkauf der Spitalgebäude bräuchte die Zustimmung von Regierung und Parlament. Ob eine Tagesklinik für den Kanton realistisch sei, kann Regierungsrätin Heidi Hanselmann noch nicht sagen: Varianten, die schliesslich politisch diskutiert werden sollen, sind in Erarbeitung, wie die Vorsteherin des Gesundheitsdepartements der Zeitung sagt. «Jetzt zu mutmassen, ohne die Fakten zu kennen, wäre nicht professionell. Entscheide sind noch keine gefällt.»
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