Die Zusammenarbeit habe das Ziel, neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung rasch in die Diagnostik zu überführen, so die Mitteilung des UBS. Die Patienten am Universitätsspital Basel sollen unmittelbar von dieser Partnerschaft profitieren.
Im Hintergrund steht, dass die Pathologie des USB auf dem Gebiet der molekularen Diagnostik von soliden Krebsarten eine führende Stellung einnimmt. So hat sie als einer der ersten Anbieter modernste molekulare Krebsanalysen standardmässig in die Routinediagnostik eingeführt. Mit mittlerweile mehreren tausend derart untersuchten Fällen verfügt die USB-Pathologie über eine sehr breite Erfahrung auf diesem Gebiet.
Weltweit fünf molekulare Kompetenzzentren
Thermo Fisher arbeitet seinerseits an der stetigen Verbesserung und Weiterentwicklung der molekulare Krebsdiagnostik. Dazu plant der 18-Milliarden-Dollar-Konzern weltweit fünf molekulare Kompetenzzentren. Der erste Zuschlag ging nun an die Pathologie des USB unter der Leitung von Markus Tolnay und Luca Quagliata.
Thermo Fisher Scientific ist ein Medizinaltechnik-Konzern, der insbesondere in der Laborausstattung und bei der Entwicklung von Analysegeräten tätig ist. Das Unternehmen mit Sitz in Massachusetts beschäftigt rund 56'000 Mitarbeiter und erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 18 Milliarden Dollar.
Gemeinsam will man nun die Forschung, Entwicklung und Validierung neuer molekularer Begleitdiagnostika vorantreiben. Hierzu gehören beispielsweise NGS-basierte Techniken, Verfahren zur Analyse von sogenannten Flüssigbiopsien sowie diagnostische Methoden im Rahmen der Immuntherapie.
«Ein veritabler Coup»
Neu gewonnene Erkenntnisse sollen unmittelbar in die Behandlung von Krebserkrankungen am Tumorzentrum des USB einfliessen.