Unispital Basel kooperiert mit US-Medtech-Riesen

Der amerikanische Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific hat die Pathologie des Universitätsspitals Basel als weltweit ersten Kompetenzzentrum-Partner gewählt.

, 10. Mai 2017, 11:30
image
  • universitätsspital basel
  • pathologie
  • forschung
Die Zusammenarbeit habe das Ziel, neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung rasch in die Diagnostik zu überführen, so die Mitteilung des UBS. Die Patienten am Universitätsspital Basel sollen unmittelbar von dieser Partnerschaft profitieren.
Im Hintergrund steht, dass die Pathologie des USB auf dem Gebiet der molekularen Diagnostik von soliden Krebsarten eine führende Stellung einnimmt. So hat sie als einer der ersten Anbieter modernste molekulare Krebsanalysen standardmässig in die Routinediagnostik eingeführt. Mit mittlerweile mehreren tausend derart untersuchten Fällen verfügt die USB-Pathologie über eine sehr breite Erfahrung auf diesem Gebiet.

Weltweit fünf molekulare Kompetenzzentren

Thermo Fisher arbeitet seinerseits an der stetigen Verbesserung und Weiterentwicklung der molekulare Krebsdiagnostik. Dazu plant der 18-Milliarden-Dollar-Konzern weltweit fünf molekulare Kompetenzzentren. Der erste Zuschlag ging nun an die Pathologie des USB unter der Leitung von Markus Tolnay und Luca Quagliata.
Thermo Fisher Scientific ist ein Medizinaltechnik-Konzern, der insbesondere in der Laborausstattung und bei der Entwicklung von Analysegeräten tätig ist. Das Unternehmen mit Sitz in Massachusetts beschäftigt rund 56'000 Mitarbeiter und erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 18 Milliarden Dollar.
Gemeinsam will man nun die Forschung, Entwicklung und Validierung neuer molekularer Begleitdiagnostika vorantreiben. Hierzu gehören beispielsweise NGS-basierte Techniken, Verfahren zur Analyse von sogenannten Flüssigbiopsien sowie diagnostische Methoden im Rahmen der Immuntherapie.

«Ein veritabler Coup»

Neu gewonnene Erkenntnisse sollen unmittelbar in die Behandlung von Krebserkrankungen am Tumorzentrum des USB einfliessen.
«Damit wird die führende Rolle des Tumorzentrums am USB auf dem Gebiet der Krebsbehandlung entscheidend gestärkt», kommentiert das Unispital in seiner Mitteilung. Überhaupt sei hier «ein veritabler Coup» gelungen.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Leberkrebs: So gerät eine gesunde Zelle auf Abwege

Leberkrebs gehört zu den tödlichsten Krebsarten. Basler Forschende haben nun herausgefunden, wie eine gesunde Leberzelle zur Tumorzelle wird.

image

Bundesgericht entscheidet über Kita-Beiträge des Unispitals

Kita-Subventionen seien grundsätzlich AHV-pflichtig, sagt das höchste Gericht der Schweiz. Dies hat nun finanzielle Konsequenzen für das Universitätsspital Basel.

image

Booster: Milde Schäden an Herzmuskel sind häufiger als angenommen

Ein Forschungsteam der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel hat die Auswirkungen der Covid-19-Booster-Impfung auf den Herzmuskel untersucht.

image

Bethesda Spital: Wechsel in der Spitalleitung

Das Bethesda Spital holt Henrik Pfahler vom Basler Unispital und Ueli Zehnder vom Inselspital nach Basel.

image

Basler Forscher lösen Rätsel um plötzlichen Herztod ein Stück weiter

Die Herzkrankheit arrhythmogene Kardiomyopathie kann junge Sportler aus dem Leben reissen. Ein Forscher-Team hat neue therapeutische Ansätze identifiziert.

image

Michael Osthoff wechselt vom Unispital nach Winterthur

Der Internist und Infektiologe übernimmt als Chefarzt die Leitung des Zentrums für Allgemeine Innere Medizin sowie der Klinik für Innere Medizin am Kantonsspital Winterthur.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.