Der Streitpunkt: das Anstellungsmodell. Die Beleg-Hebammen wollten zu 100 Prozent selbständig erwerbstätig bleiben. Das Spital hingegen wünschte die Beleg-Hebammen zu mindestens zehn Prozent fest anzustellen.
Hebammen machten Druck
Nun haben beide Parteien einem Vertrag zugestimmt: «Die Beleg-Hebamme ist als selbstständig erwerbstätige Hebamme tätig», steht darin gleich als Erstes.
Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen, in denen die Beleg-Hebammen auch offen mit der Kündigung drohten. Hätte ein Grossteil der neun Beleg-Hebammen das Spital verlassen, hätte das Spital kaum sein in der Region einzigartiges Angebot aufrechthalten können.
Bethesda will Beleg-Hebammen-System
Für Bethesda-Spitaldirektor Thomas Rudin war es «letztlich eine Risiko-Abwägung, was es hiesse, wenn einige Beleg-Hebammen den neuen Vertrag nicht mehr unterschreiben», sagte er der Zeitung.
Er wehrt sich allerdings dagegen, dass das Spital gar nicht anders konnte, als auf die wichtigsten Forderungen der Beleg-Hebammen einzugehen.